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Staatsangehörigkeit

Staatsangehörigkeitsausweis

Staatsangehörigkeitsausweis, © Ute Grabowsky / photothek.net

01.12.2017 - Artikel


Allgemeine Hinweise

Mit dem am 01.01.2000 in Kraft getretenen, grundsätzlich überarbeiteten Staatsangehörigkeitsgesetz hat es erhebliche Änderungen im deutschen Staatsangehörigkeitsgesetz gegeben. Eine weitere Überarbeitung in geringerem Ausmaß hat das Staatsangehörigkeitsgesetz mit dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes zum 01.01.2005 erfahren.

Detaillierte Informationen zum Staatsangehörigkeitsrecht finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts

Erwerb durch Abstammung

Siehe Geburt eines deutschen Kindes im Ausland

Einbürgerung

Für folgende Personengruppen besteht die Möglichkeit einer Einbürgerung gemäß §14 Staatsangehörigkeitsgesetz:

  • unehelich geborene Kinder deutscher Väter, welche vor dem 01.07.1993 geboren wurden.
  • ehelich geborene Kinder deutscher Mütter, welche vor dem 01.01.1975 geboren wurden.

Sollten Sie zu einer dieser beiden Gruppen gehören und im Ausland leben, können Sie einen Antrag auf Einbürgerung bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Auslandsvertretung stellen. Diese sendet den Antrag dann zur weiteren Bearbeitung an das Bundesverwaltungsamt in Köln. Allerdings müssen für die Einbürgerung enge Voraussetzungen erfüllt werden. Bitte beachten Sie vor der Antragstellung daher genau die Hinweise zu Voraussetzungen, erforderlichen Unterlagen und Gebühren in den Merkblättern des Bundesverwaltungsamts:

BVA-Merkblatt zur Einbürgerung ehelicher Kinder deutscher Mütter und Ausländischer Väter

BVA-Merkblatt zur Einbürgerung außerehelich geborener Kinder deutscher Väter und ausländischer Mütter

Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher

Die bisher restriktive Entscheidungspraxis des Bundesverwaltungsamts ist geändert worden.

Zum Hintergrund:
Seit dem 01.01.2000 haben zahlreiche Deutsche die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, da sie versäumt haben, rechtzeitig vor dem Antragserwerb einer fremden Staatsangehörigkeit eine Beibehaltungsgenehmigung (BBG) zu erhalten. Künftig ist in den Fällen, in denen ein gebürtiger Deutscher seit dem 01.01.2000 die deutsche Staatsangehörigkeit gemäß § 25 StAG verloren hat, weil er versäumt hat, rechtzeitig vor dem Antragserwerb der fremden Staatsangehörigkeit eine BBG zu erhalten, eine Wiedereinbürgerung nach § 13 StAG unter erleichterten Voraussetzungen möglich. Voraussetzung hierfür ist, dass den Antragstellern bei rechtzeitigem Antrag eine BBG erteilt worden wäre und die für die Erteilung einer BBG erforderlichen Bindungen an Deutschland auch heute weiterhin bestehen.


Vorzulegende Unterlagen:

  1. Original des Formantrags – vollständig ausgefüllt und unterschrieben
  2. beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde
  3. ggf. Nachweis zur Namensführung, insbesondere begl. Kopie der Heiratsurkunde
  4. beglaubigte Kopien der Zeugnisse zum schulischen und beruflichen Werdegang
  5. handschriftlich und in deutscher Sprache verfasster Lebenslauf
  6. aktuelles Führungszeugnis des Aufenthaltsstaates
  7. Kopien der wesentlichen Seiten des Reisepasses
  8. ggf. Nachweis zum früheren Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit
  9. Nachweis zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen
  10. Nachweise zu Bindungen an Deutschland zum Zeitpunkt der Annahme der fremden Staatsangehörigkeit
  11. Ausführungen zu den Nachteilen, die durch Annahme der fremden Staatsangehörigkeit abgewandt werden sollten

Der Antrag auf Wiedereinbürgerung muss spätestens 12 Jahre nach dem Verlust der
deutschen Staatsangehörigkeit gestellt werden.


Beibehaltung

Deutsche, die sich in Finnland einbürgern lassen, benötigen seit 28.08.2007 keine Beibehaltungsgenehmigung mehr. Ein vorheriger Antragserwerb konnte ohne die gültige Genehmigung zur Beibehaltung zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit führen. Die Rechtsgrundlage hierfür ist §25 I Staatsangehörigkeitsgesetz in der ab 28.08.2007 geltenden Fassung. Bitte weisen Sie den Erwerb der finnischen Staatsangehörigkeit durch Vorlage der finnischen Einbürgerungsbescheinigung bei Ihrem nächsten Antrag auf Ausstellung eines deutschen Reisepasses nach.


Nichterwerb bei Geburt im Ausland

Siehe Geburt eines deutschen Kindes im Ausland


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