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Eheangelegenheiten

Frauenhand mit Ehering in Männerhand

Eheschließung, © colourbox

12.03.2018 - Artikel

Ehefähigkeitszeugnis für Eheschließung


Bitte wenden Sie sich telefonisch oder per Email an die Botschaft Helsinki, da Ihre Unterschrift auf dem Antrag auf Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses beglaubigt werden muss.

Nachdem Sie Ihre Unterschrift auf dem Antrag haben beglaubigen lassen, übersenden Sie den Antrag an das Standesamt an Ihrem letzten deutschen Wohnsitz. Sollten Sie bisher keinen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland gehabt haben und immer im Ausland gelebt haben, ist das Standesamt I in Berlin für die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses zuständig.


Standesamt I in Berlin:

Schönstedtstr. 5, 13357 Berlin (Mitte)

Tel.: + 49 30 90269 5000

E-Mail: Info.Stand1@labo.berlin.de


Bei der Botschaft bezahlen Sie nur die Gebühren für die Unterschriftsbeglaubigung, die Gebühren für die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses fallen beim deutschen Standesamt an und können nicht bei der Auslandsvertretung eingezahlt werden.

Es bleibt dem Standesbeamten vorbehalten, eventuell weitere Dokumente zur Prüfung, ob Ehehindernisse vorliegen, zu verlangen. Die Bearbeitungszeit ist vom Standesamt abhängig und kann mehrere Monate betragen.

Sofern beide Verlobte bei der Eheschließung die allgemeinen Voraussetzungen nach ihrem jeweiligen Heimatrecht erfüllen (z.B. dass sie volljährig sind, nicht mit jemand anders verheiratet oder miteinander verwandt sind etc.) und bei der Eheschließung die Formerfordernisse des finnischen Rechts erfüllt werden, gelten Sie nach der Eheschließung in Finnland auch für den deutschen Rechtskreis als verheiratet.


Beurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe/ Lebenspartnerschaft 

 

Hat ein Deutscher im Ausland eine für den deutschen Rechtsbereich wirksame Ehe geschlossen, so können die Ehegatten die Eheschließung nachbeurkunden lassen, um eine deutsche Eheurkunde zu erhalten.

Eine gemeinsame Antragstellung der Ehegatten wird nicht gefordert; jeder Ehegatte kann die Beurkundung allein beantragen. Möchten Sie jedoch im Rahmen der Nachbeurkundung der Eheschließung gleichzeitig eine Ehenamenserklärung abgeben, müssen beide Ehegatten persönlich beim Termin anwesend sein. Diese Hinweise gelten analog für die Eintragung einer Lebenspartnerschaft in das Lebenspartnerschaftsregister.

 

Wenn Sie einen Antrag auf Nachbeurkundung der Eheschließung (mit oder ohne Ehenamenserklärung) abgeben möchten, buchen Sie bitte telefonisch unter +358 (0)9 458 580 einen Termin für eine Namenserklärung.

 

Folgende Dokumente müssen im Original und mit je zwei Kopien zum Termin mitgebracht werden: 

  • Ausgefüllter Antrag-Ehe oder Antrag-Lebenspartnerschaft (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!)
  • Heiratsurkunde bzw. Urkunde über die eingetragene Lebenspartnerschaft
  • Gültige Reisepässe beider Ehegatten (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunden beider Ehegatten/Lebenspartner (bei Geburt in Deutschland ist anstelle der Geburtsurkunde ein aktueller Auszug aus dem Geburtenregister erforderlich)
  • Nachweis der Staatsangehörigkeit der Ehegatten (Reisepässe oder deutscher Personalausweis)
  • Einbürgerungsurkunde, falls ein Ehegatte eingebürgert wurde, oder Staatsangehörigkeitsausweis (falls vorhanden)
  • ggf. Nachweis zur Namensführung in der Ehe/Lebenspartnerschaft (z.B. Bescheinigung über die Namensführung vom deutschen Standesamt)
  • falls zutreffend Heiratsurkunden bzw. Lebenspartnerschaftsurkunden aller Vor-Ehen bzw. vorherigen eingetragenen Lebenspartnerschaften
  • falls zutreffend Auflösungsnachweise aller Vor-Ehen bzw. eingetragenen Lebenspartnerschaften (z.B. Sterbeurkunden oder Scheidungsurteile)
  • Geburtsurkunden von gemeinsamen Kindern
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • Auszug aus dem finnischen Bevölkerungsregister (Virkatodistus)
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)

Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein und würden im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert.

 

Beim zuständigen Standesamt in Deutschland fallen Gebühren für die Nachbeurkundung der Eheschließung sowie die Ausstellung von deutschen Eheurkunden an. Diese Gebühren unterliegen dem jeweiligen Landesrecht des zuständigen Standesamtes und sind unter Umständen fallabhängig und liegen zwischen 80 Euro und 120 Euro. Das Standesamt sendet in der Regel eine Zahlungsaufforderung über die Gebühren zu, bevor mit der Bearbeitung begonnen wird. Die Gebühren für das Standesamt können nicht über die Deutsche Botschaft Helsinki eingezahlt werden, sondern müssen direkt beim Standesamt beglichen werden. Die Bearbeitungszeiten für Nachbeurkundungen der Eheschließung sind von Standesamt zu Standesamt verschieden. Sollten Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland abgemeldet haben, muss mit einer Bearbeitungszeit von mindestens zwei bis drei Jahren gerechnet werden. Die Botschaft hat keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten und kann die Verfahrensdauer nicht vorhersagen.


Ehenamenserklärung/ Namenserklärung für eingetragene Lebenspartner


Der Name eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch die Eheschließung. Bei der Eheschließung in Deutschland kann direkt bei der standesamtlichen Trauung ein Ehename bestimmt werden. Der Ehegatte, dessen Name nicht Ehename geworden ist, kann dabei seinen vorherigen Namen dem Ehenamen voranstellen oder anfügen. Sollten Sie in Deutschland geheiratet haben und der Ehename aus der Eheurkunde hervorgehen, müssen Sie keine erneute Namenserklärung bei der Botschaft abgeben. Sie können direkt einen neuen Pass mit dem Ehenamen beantragen. Wurde keine Erklärung abgegeben, führt der deutsche Staatsangehörige weiter den vor der Eheschließung geführten Namen. 

Haben Sie bei der Eheschließung außerhalb Deutschlands einen Ehenamen erklärt, fragen Sie bitte bei der Botschaft nach, ob dieser nach deutschem Recht anerkannt wird. 

Eine Ehenamensbestimmung ist auch nach der Eheschließung noch möglich: entweder beim deutschen Standesamt oder bei Wohnsitz im Ausland über eine deutsche Auslandsvertretung.

Die vorangegangenen Ausführungen gelten analog auch für eingetragene Lebenspartnerschaften.


Wenn Sie eine Ehenamenserklärung abgeben möchten, buchen Sie bitte telefonisch einen Termin unter der Telefonnummer +358 (0)9 458 58 0.

Beide Partner müssen persönlich bei dem Termin anwesend sein, da Ihre Unterschriften auf der Namenserklärung beglaubigt werden müssen.

Folgende Dokumente müssen im Original und mit je zwei Kopien zum Termin mitgebracht werden:

 

  • Ausgefüllter Antrag-Ehe oder Antrag-Lebenspartnerschaft (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!)
  • gültige Reisepässe beider Ehegatten/Lebenspartner (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunden beider Ehegatten/Lebenspartner
  • Heiratsurkunde bzw. Urkunde über die eingetragene Lebenspartnerschaft
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil, wenn Sie und/oder Ihr Ehegatte bzw. Lebenspartner geschieden in die Ehe/Lebenspartnerschaft gegangen sind
  • Einbürgerungsurkunde, falls ein Ehegatte eingebürgert wurde, oder Staatsangehörigkeitsausweis (falls vorhanden)
  • Auszug aus dem finnischen Bevölkerungsregister (Virkatodistus)
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • Geburtsurkunden von gemeinsamen Kindern
  • Weitere Unterlagen können je nach Fallkonstellation erforderlich sein und würden im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert.


Anerkennung einer ausländischen Ehescheidung

 

1. Scheidungsverfahren in EU-Mitgliedstaaten (außer Dänemark) ab 01.03.2001:

Seit 01.03.2005 gilt die Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 des Rates vom 27.11.2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen und in Verfahren betreffend die elterliche Verantwortung (Brüssel II a-Verordnung).

Scheidungsverfahren, die nach dem 01.03.2001 bei einem Gericht eines EU-Mitgliedsstaates (außer Dänemark) eingeleitet worden sind, bedürfen keines förmlichen Anerkennungsverfahrens mehr.  

Dem Scheidungsurteil (bzw. der Entscheidung über die elterliche Verantwortung nach dem 01.03.2005) muss in diesem Fall zusätzlich eine Bescheinigung Anhang I (bzw. nach Anhang II) der Verordnung beigefügt werden. Die Bescheinigungen stellt das Gericht aus, das die Ehescheidung ausgesprochen bzw. die Entscheidung getroffen hat.  

Für Urteile, die nach dem 01.03.2001 rechtskräftig geworden sind, deren Verfahren jedoch bereits vorher anhängig gemacht worden sind, muss die jeweilige Aufsichtsbehörde des zuständigen deutschen Standesamtes entscheiden, ob das Urteil nach der EU-Verordnung anerkannt und vollstreckt werden kann.

 

2. Scheidungsverfahren vor dem 01.03.2001 bzw. in Nicht-EU-Staaten und Dänemark:

Diese Scheidungsurteile sind in Deutschland erst dann wirksam, wenn die zuständige Landesjustizverwaltung festgestellt hat, dass die Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen. Eine unter Wahrung des Ortsrechts im Ausland geschlossene Ehe eines Deutschen ist als rechtsgültig anzusehen. Sie stellt jedoch eine Doppelehe dar, wenn eine vorangegangene Ehe dieses Deutschen durch eine noch nicht anerkannte ausländische Entscheidung in Ehesachen bisher nur nach ausländischem Recht aufgelöst ist.

Örtlich zuständig ist die Justizverwaltung des Bundeslandes, in dem ein Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder – falls sich keiner der Ehegatten in Deutschland aufhält – des Bundeslandes, in dem eine neue Ehe geschlossen werden soll. Wenn keiner der Ehegatten seinen Aufenthalt in Deutschland hat und eine neue Ehe im Ausland geschlossen werden soll, ist die Senatsverwaltung für Justiz in Berlin zuständig:

           Senatsverwaltung für Justiz

           Salzburger Straße 21/25

           10825 Berlin

Telefon: +49 (0) 30 / 9013-0

Fax:       +49 (0) 30 / 9013-2000

E-Mail:  poststelle@senjust.berlin.de

Der Antrag auf Anerkennung des ausländischen Urteils kann über die Botschaft gestellt werden; ein Antragsvordruck ist bei der Botschaft erhältlich. Das Anerkennungsverfahren ist gebührenpflichtig und dauert in der Regel ab Eingang bei der deutschen Landesjustizbehörde ungefähr sechs Wochen. Weitere Informationen erhalten Sie vom Bundesministerium der Justiz.  


Einseitige Namenserklärung nach Scheidung oder Tod eines Ehegatten

 

Der Name eines deutschen Staatsangehörigen ändert sich nicht automatisch durch die Ehescheidung oder durch das Versterben des Ehegatten.

Nach einer in Deutschland anerkannten Scheidung oder dem Tod des Ehegatten ist es möglich, durch eine Namenserklärung den Geburtsnamen wieder anzunehmen. Es ist auch möglich, den Nachnamen zu wählen, der vor der Eheschließung geführt wurde (z. B. einen Ehenamen aus einer Vor-Ehe). Wenn der Ehename aus der geschiedenen Ehe beibehalten werden soll, ist keine Namenserklärung erforderlich. Für den Fall, dass die Ehe nicht in Deutschland oder einem EU-Staat geschieden wurde, teilen Sie uns bitte vorab per E-Mail mit, in welchem Land die Scheidung stattfand und wann die Scheidung bei Gericht eingereicht wurde.

Wenn Sie eine einseitige Namenserklärung abgeben möchten, buchen Sie bitte telefonisch einen Termin unter der Telefonnummer +358 (0)9 458 58 0.  

Sie müssen persönlich anwesend sein, da Ihre Unterschrift auf der Namenserklärung beglaubigt werden muss. 

Folgende Dokumente müssen im Original und mit je zwei Kopien zum Termin mitgebracht werden: 

  • Ausgefüllter Antrag-Ehe und Antrag-Lebenspartnerschaft (bitte gut leserlich in Blockschrift ausfüllen, noch nicht unterschreiben!)
  • Gültiger Reisepass (oder deutscher Personalausweis)
  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Nachweis, dass Sie einen Ehenamen führen (Namensbescheinigung des deutschen Standesamtes,
  • Auszug aus dem Familienbuch/Eheregister oder deutsche Heiratsurkunde)
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde
  • Wichtig: bei Ehescheidung in einem EU-Staat (außer Dänemark) nach dem 1. März 2003: Bescheinigung nach Art. 39 (Anlage I) der Verordnung (EG) Nr. 2201/2003 vom 27. November 2003 über die Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Ehesachen, bestätigt durch das Gericht welches das Scheidungsurteil erlassen hat
  • Einbürgerungsurkunde, wenn Sie eingebürgert wurden
  • Auszug aus dem finnischen Bevölkerungsregister (Virkatodistus)
  • Abmeldebescheinigung aus Deutschland oder eine aktuelle Meldebescheinigung vom (letzten) deutschen Wohnsitz
  • grundsätzlich Übersetzungen fremdsprachiger Dokumente (meist nicht erforderlich bei englischen oder internationalen Dokumenten, z.B. internationale mehrsprachige Geburtsurkunde)
  • falls Sie Kinder haben, Geburtsurkunden der Kinder
  • sollte für die Ehe ein Registereintrag in Deutschland bestehen, einen Nachweis hierüber (z.B. Auszug aus dem Familienbuch oder deutsche Eheurkunde)

Weitere Unterlagen können je nach Sachlage erforderlich sein und würden im Nachhinein von dem zuständigen Standesamt angefordert. 

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