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Pässe und Ausweise

Ein Reisepass der BRD liegt auf einem Atlas, auf dem eine Landkarte der USA zu sehen ist.

Reisepass der Bundesrepublik Deutschland, © picture alliance / dpa Themendie

17.05.2018 - Artikel


Personalausweis

Um einen Personalausweis zu beantragen, müssen Sie persönlich in der Pass-/Personalausweisstelle der Botschaft vorsprechen. Die Öffnungszeiten der Pass-/Personalausweisstelle der Botschaft sind Montag - Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr. Eine vorherige  t e l e f o n i s c h e Terminvereinbarung ( Tel.: 09 458580) für die Personalausweisbeantragung ist erforderlich.

Minderjährige Personen unter 16 Jahren sind nicht berechtigt, eigenständig einen Personalausweis zu beantragen, müssen aber dennoch persönlich in der Botschaft erscheinen. Antragsteller sind in diesem Fall die Sorgeberechtigten. Im Falle der Nichtanwesenheit eines sorgeberechtigten Elternteils ist dessen amtlich beglaubigte schriftliche Zustimmung zum Passantrag vorzulegen.


Die Deutsche Botschaft Helsinki ist zuständig für die Ausstellung von Personalausweisen für Deutsche mit Wohnsitz in Finnland. Wird ein Personalausweis von einem Deutschen beantragt, der sich nur vorübergehend in Finnland aufhält und/ oder seinen Wohnsitz in der Bundesrepublik nicht abgemeldet hat, muss die Botschaft eine Ermächtigung bei der für den Wohnort des Antragstellers zuständigen Pass-/Personalausweisbehörde einholen, bevor der Personalausweis ausgestellt werden kann.
Der Personalausweis mit einem integrierten elektronischen Chip ist eine Multifunktionskarte im Scheckkartenformat. Dieser ist bzw. kann mit folgenden Funktionen ausgestattet sein:


Online-Ausweisfunktion
Sie wird auch eID-Funktion (eID = electronic Identity) genannt und ermöglicht Ihnen, sich und Ihr Gegenüber im Internet und an Bürgerterminals sicher und eindeutig mit dem Personalausweis zu identifizieren.


Unterschriftsfunktion
Sie dient dazu, digitale Dokumente – im Sinne von „Das will ich“ – rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Der Personalausweis im Scheckkartenformat ist für die elektronische Unterschrift vorbereitet. Um sie zu nutzen, müssen Sie ein Signaturzertifikat erwerben und auf den Ausweis laden. Die Anbieter von Signaturzertifikaten finden Sie z. B. auf den Seiten der Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de).


Biometriefunktion
Im Chip des Personalausweises sind Ihr Lichtbild und, wenn Sie möchten, Ihre Fingerabdrücke gespeichert. Hierzu ermächtigte Behörden (etwa Polizei-, Zoll- und Grenzbehörden) können diese Daten mit speziellen Lesegeräten auslesen. Dabei vergleichen sie das Lichtbild und die Fingerabdrücke im Chip mit denen der
Person, die sich mit Personalausweis ausweist. Betrugsversuche mit verlorenen oder gestohlenen Personalausweisen werden schnell erkannt.

Sind beide Merkmale im Chip gespeichert, erfüllt Ihr Personalausweis die internationalen Bestimmungen im Reiseverkehr. Sie können Ihren Ausweis dann in vielen Ländern wie einen Reisepass nutzen. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes erfahren Sie, für welche Staaten das gilt.


Gemäß Gesetz zur Förderung des elektronischen Identitätsnachweises vom 07.07.2017 muss die Online Funktion (eID-Funktion) eines neu ausgestellten Personalausweises für Antragsteller, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, eingeschaltet sein. Bei den neu ausgestellten Personalausweisen ist die eID-Funktion daher dauerhaft eingeschaltet.


Es ist nicht zulässig, die Online eID-Funktion während der Gültigkeitsdauer zu deaktivieren. Personen, die bei Antragstellung das 16.Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhalten nach wie vor einen Personalausweis mit ausgeschalteter Online-Funktion.


Bei Antragstellung müssen Sie eine Erklärung darüber abgeben, ob Ihre Fingerabdrücke auf dem Chip Ihres Personalausweises als zusätzliches biometrisches Sicherheitsmerkmal gespeichert werden sollen oder nicht.


Biometrischer Reisepass (ePass)

Um einen Biometrischen Reisepass (ePass) zu beantragen, müssen Sie persönlich in der Pass-/Personalausweisstelle der Botschaft vorsprechen. Die Öffnungszeiten der Pass-/Personalausweisstelle der Botschaft sind Montag - Freitag von 9.00 – 12.00 Uhr. Eine vorherige  t e l e f o n i s c h e Terminvereinbarung ( Tel.: 09 458580) für die Passbeantragung ist erforderlich.

In Deutschland wurde der ePass im November 2005 eingeführt. Im ePass der ersten Generation ist als biometrisches Merkmal das Passfoto im Chip gespeichert. Ab 1. November 2007 werden in elektronischen Pässen der zweiten Generation zusätzlich zwei Fingerabdrücke gespeichert. Die Neuannahme von Passanträgen ohne Fingerabdrücke ist nicht möglich.

Alle bereits ausgegebenen Pässe behalten ihre vorgesehene Gültigkeit. Den Inhaberinnen und Inhabern alter, aber noch gültiger Pässe entstehen im Reiseverkehr keine Nachteile. Ein vorzeitiger Umtausch von Dokumenten ist also nicht erforderlich.

Weitere Informationen zum ePass und zur Einführung der Fingerabdrücke finden Sie unter http://www.ePass.de

Der Antrag muss aufgrund der Notwendigkeit der Fingerabdruckentnahme in jedem Fall persönlich in der Botschaft oder bei unserem Honorarkonsul in Oulu gestellt werden.

Die Passbilder für alle Passarten müssen seit dem 01.11.2005 biometrietauglich sein (siehe Fotomustertafel der Bundesdruckerei). Anträge auf Ausstellung eines Reisepasses können nur bei persönlicher Vorsprache des Passbewerbers gestellt werden. Minderjährige Passbewerber müssen ihren Antrag ebenfalls persönlich und in Begleitung des/der Sorgeberechtigten stellen. Im Falle der Nichtanwesenheit eines sorgeberechtigten Elternteils ist dessen amtlich beglaubigte schriftliche Zustimmung sowie sein Ausweisdokument (bzw. eine beglaubigte Kopie hiervon) zum Passantrag vorzulegen.


Die Botschaft Helsinki ist zuständig für die Ausstellung von Reisepässen für Deutsche mit Wohnsitz in Finnland. Wird ein Pass von einem Deutschen beantragt, der sich nur vorübergehend in Finnland aufhält oder seinen Wohnsitz in der Bundesrepublik nicht abgemeldet hat, muss die Botschaft eine Ermächtigung bei der für den Wohnort des Antragstellers zuständigen Passbehörde einholen, bevor der Pass ausgestellt
werden kann.


Erforderliche Unterlagen


Zur Antragstellung bringen Sie bitte die folgenden Unterlagen (im Original oder beglaubigter Fotokopie) mit. Bitte beachten Sie, dass Ihr Passantrag nur bearbeitet werden kann, wenn alle Unterlagen vollständig eingereicht und die Gebühren bezahlt worden sind.

  • sorgfältig und vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • zwei aktuelle biometrische Passfotos;
  • bisheriger deutscher Reisepass oder Personalausweis;
  • Geburts- oder Abstammungsurkunde; bei Geburt in Finnland: Geburtsbescheinigung des Krankenhauses (syntymätodistus) sowie Meldebescheinigung des Magistrats (virkatodistus) mit Angaben zur Staatsangehörigkeit und den Eltern;
  • aktuelle (= Ausstellungsdatum soll nicht länger als 3 Monate zurück liegen) finnische Meldebescheinigung (virkatodistus) des Magistrats mit Angabe der finnischen Meldeadresse, der Staatsangehörigkeit/en, Familienstand und ggf. Sorgerechtsregelung bzgl. der Kinder (Hinweis: eine kirchliche Meldebescheinigung ohne Angabe der Meldeadresse und Staatsangehörigkeit kann nicht akzeptiert werden);
  • falls Sie in der Vergangenheit einen Wohnsitz in Deutschland hatten: Abmeldebescheinigung des Einwohnermeldeamts;
  • Heiratsurkunde (falls Sie verheiratet sind oder waren);
  • falls sich der Familienname durch Eheschließung geändert hat: Heiratsurkunde, aus der die Namensführung vor und nach der Eheschließung hervorgeht (in Finnland: vihkimisilmoitus);
  • ggf. Scheidungsurteil;
  • ggf. Urkunde über den Erwerb einer anderen Staatsangehörigkeit und ein von einem anderen Staat ausgestelltes Reise- oder Ausweisdokument;
  • bei Verlust des bisherigen Reisepasses/Personalausweises: finnisches Polizeiprotokoll (Verlustanzeige), Nachweis der Identität und der Staatsangehörigkeit durch andere geeignete Unterlagen (Lichtbildausweis).

Abhängig vom Einzelfall kann die Vorlage weiterer Dokumente erforderlich sein (ggf. Bescheinigung über die Namensführung, Staatsangehörigkeitsausweis, Einbürgerungsurkunde, Nachweise über die Führung eines Doktortitels oder Künstlernamens, etc.)


Minderjährige (unter 18 Jahren) legen (zumindest bei der erstmaligen Beantragung eines Reisepasses) neben dem Antrag für Minderjährige und den o. g. Dokumenten zusätzlich die folgenden Unterlagen (im Original oder beglaubigter Fotokopie) vor:

  • sorgfältig und vollständig ausgefülltes Antragsformular für Minderjährige
  • aktuelle Reisepässe/Personalausweise der Eltern
  • Geburtsurkunden der Eltern
  • ggf. Staatsangehörigkeitsausweise oder Einbürgerungsurkunden der Eltern
  • wenn die Eltern miteinander verheiratet sind: Auszug aus dem Familienbuch oder Heiratsurkunde, aus der die Namensführung vor und nach der Eheschließung hervorgeht
  • wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet waren: Vorlage des Vaterschaftsanerkenntnisses und ggf. Sorgerechtserklärungen
  • ggf. Nachweis über das alleinige Sorgerecht durch Sorgerechtsbeschluss oder Scheidungsurteil der Eltern oder Sterbeurkunde eines verstorbenen Elternteils

Hinweis: Führen die sorgeberechtigten Eltern keinen gemeinsamen Familiennamen (weil sie bei der Eheschließung entweder keinen gemeinsamen Ehenamen bestimmt haben oder nicht miteinander verheiratet sind), muss zunächst ein Familienname für das Kind bestimmt werden. Hierzu ist im Rahmen der Passbeantragung eine Namenserklärung erforderlich, welche erst mit Zugang beim zuständigen Standesamt in Deutschland wirksam wird. In diesem Fall müssen alle o. g. Unterlagen in deutscher Sprache oder mit einer von einem vereidigten Übersetzer gefertigten Übersetzung in die deutsche Sprache vorgelegt werden.


Gebühren

Die Gebühr für die Ausstellung eines biometrischen Reisepasses im Ausland beträgt grundsätzlich 81,00 € für Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, und 58,50 € für Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie ist bei Antragstellung in bar oder per Kreditkarte (nicht Debit) zu entrichten.

Falls der Antragsteller in Deutschland gemeldet ist und daher vor Passausstellung die Zustimmung der zuständigen Meldebehörde in Deutschland eingeholt werden muss, beträgt die Gebühr 141,00 € für Personen, die das 24. Lebensjahr vollendet haben, und 96,00 € für Personen, die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Honorarkonsuln erheben für die Bearbeitung einschließlich Unterschriftsbeglaubigung weitere Gebühren zuzüglich Portoauslagen und ggf. auch Gebühren für die Beglaubigung von Fotokopien. Grundlage der Gebühren ist die Auslandskostenverordnung.

Ein Personalausweis, der im Ausland ausgestellt wird, kostet in der Regel 52,80 (unter 24 Jahre) oder 58,80 Euro (über 24 Jahre). Es können evtl. noch ein Zuschlag für Ausstellung außerhalb der Zuständigkeit (13,-Euro) und Auslagen für im Einzelfall erforderliche Telefonate, Briefe, Faxe etc. hinzukommen.


Bearbeitungszeit

Die Pass-/Ausweisdaten werden elektronisch an die Bundesdruckerei in Berlin übermittelt. Bis der fertige Pass/Ausweis von der Bundesdruckerei bei der Botschaft ankommt, vergehen erfahrungsgemäß ca. 6-8 Wochen. Bei Antragstellung über Honorarkonsuln sind weitere zwei Wochen für Postwege einzukalkulieren. Die
Ausstellung eines Reisepasses ist auf Wunsch auch im Expressverfahren gegen Zahlung eines Zuschlags von 32,00 € möglich. Hierdurch verkürzt sich die Bearbeitungsdauer auf durchschnittlich 3 bis 4 Wochen.


Kinderreisepass

Kinderreisepässe kann die Botschaft kurzfristig ausstellen. Sie dürfen nur für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr ausgestellt werden. Ein Kinderreisepass hat eine Gültigkeit von maximal 6 Jahren, längstens jedoch bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres. Bitte beachten Sie, dass Kinderreisepässe nicht von allen Ländern als Einreisedokument akzeptiert werden bzw. in einigen Ländern (z. B. USA) zusätzlich Visumspflicht hierfür besteht.
Die Eintragung eines Kindes in den elterlichen Reisepass ist seit dem 01.01.2007 nicht mehr zulässig. Noch bestehende Kindereinträge im Reisepass der Eltern sind seit dem 26.06.2012 ungültig. Auch Kinder benötigen somit stets einen eigenen Reisepass.


Vorläufiger Reisepass

Bei Eilbedürftigkeit besteht die Möglichkeit der kurzfristigen Ausstellung eines vorläufigen Reisepasses. Hierzu muss anhand von geeigneten Nachweisen glaubhaft gemacht werden, dass der Pass sofort benötigt wird und die Ausstellung eines biometrischen Reisepasses im Expressverfahren nicht abgewartet werden kann.
Die Gültigkeit des vorläufigen Reisepasses beträgt maximal 1 Jahr.
Die Botschaft weist ausdrücklich darauf hin, dass der vorläufige Reisepass nicht von allen Staaten als gültiges Einreisedokument anerkannt wird und Sie hierfür ggf. ein Einreisevisum benötigen würden (z. B. für die USA). Bitte erkundigen Sie sich hierzu unbedingt vor Reiseantritt bei der zuständigen Botschaft ihres Reiselandes.


Ausweisverlust

Bei Verlust von Ausweispapieren in Finnland kann Ihnen die deutsche Botschaft kurzfristig einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Deutschland ausstellen. Dieses Papier wird für die Dauer der beabsichtigten Einreise, höchstens aber für einen Monat ausgestellt, und gilt ausschließlich für eine Einreise nach Deutschland.

Vorzulegende Unterlagen:

  • ausgefüllter Passantrag
  • 2 biometrietaugliche Passfotos
  • Verlustanzeige der finnischen Polizei
  • Unterlagen, die die Identität belegen (z.B. Pass/Ausweiskopie, Führerschein, Lichtbildausweis o.ä.)

Gebühr: 21 € zuzüglich Telefon- oder Faxauslagen. Für eine Ausstellung während des Bereitschaftsdienstes fallen 29 € an.


Wohnortänderung

Wohnortänderungen werden gebührenfrei unter Vorlage der Abmeldebestätigung des letzten deutschen Wohnsitzes und eines aktuellen Auszugs aus dem finnischen Bevölkerungsregister („virkatodistus“) vorgenommen.


Bei Namensänderungen (z. B. durch Eheschließung) muss ein neuer Reisepass beantragt werden. Änderungen im alten Reisepass sind nicht zulässig.


Sollten Sie weitere Fragen zur Passbeantragung haben, steht Ihnen die Passstelle der Botschaft unter der Telefonnummer (09) 458580 oder E-Mail info@helsinki.diplo.de zur Verfügung.



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