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Deutsch-französische Delegation zu Besuch in Lappeenranta

Die Botschafter Deutschlands und Frankreichs mit Oberst Blomqvist

Die Botschafter Deutschlands und Frankreichs mit Oberst Blomqvist, © Deutsche Botschaft Helsinki

02.12.2021 - Artikel

Deutsch-französische Delegation zu Besuch in Lappeenranta 29.11.-30.11.

Im Rahmen der deutsch-französischen Zusammenarbeit besuchte eine gemeinsame Delegation unter der Leitung des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland Konrad Arz von Straussenburg und der Botschafterin der französischen Republik in Helsinki Agnès Cukierman am 29.11. und 30.11. Lappeenranta, wo sie sich mit Vertretern der finnischen Grenzschutzbehörde, der technischen Universität Lappeenranta-Lahti (LUT), der städtischen und regionalen Verwaltung sowie der regionalen Wirtschaft traf.

Die deutsch-französische Zusammenarbeit stellt einen Grundstein der deutschen Außenpolitik dar. In Finnland äußert sich dies durch gemeinsame Besuche und Veranstaltungen der beiden Botschaften. In Südkarelien und Lappeenranta sind die beiden Länder durch einen gemeinsamen Honorarkonsul, Herrn Timmo Blauberg, vertreten.

Im Rahmen ihres Besuches traf die Delegation den Chef der Grenzschutzbehörde Südost-Finnland, Oberst Vesa Blomqvist. Hierbei machten sich Botschafterin und Botschafter am Grenzübergang Nuijamaa ein detailliertes Bild von der Arbeit der finnischen Grenzschutzbehörde. „Angesichts der jüngsten Ereignisse an den EU-Außengrenzen ist es gut zu wissen, dass die Kooperation zwischen den finnischen und russischen Behörden reibungslos funktioniert und unsere gemeinsame Außengrenze in den fähigen Händen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der finnischen Grenzschutzbehörde gut aufgehoben ist“, so Botschafter Arz von Straussenburg. 

Mit grüner Technologie hin zur Kohlenstoffnegativität

Das Programm der deutsch-französischen Delegation folgte einem klaren grünen Faden: Dem Weg hin zur Klimaneutralität und – im Falle der technischen Universität Lappeenranta-Lahti – sogar zur Kohlenstoffnegativität. So möchte LUT bis 2024 ihre Kohlenstoffdioxidemissionen in den negativen Bereich bringen. Bereits jetzt befindet sich die Uni im THE-Ranking weltweit auf Platz 10 im Bereich Climate Impact. Da freut es uns besonders, dass die wichtigsten internationalen Partner von LUT gerade deutsche und französische Hochschulen sind: Finnland, Frankreich und Deutschland gemeinsam auf dem Weg in die klima-neutrale Welt!

Die Start-ups Soletair, Elstor und Afstor tragen mit ihren Innovationen auch international zum Kampf gegen den Klimawandel bei und setzen so den grünen Faden fort. So tritt Afstor mittels solarbetriebener Elektroherde der Abholzung in Afrika entgegen und verbessert die Lebensbedingungen sowohl der Nutzer als auch der Kooperationspartner mittels „carbon offset“.

Das Traditionsunternehmen der Holzindustrie, UPM hat sich ebenso der Nachhaltigkeit verpflichtet und produziert dank intensiver Spitzenforschung nun auch Kunststoffersatzmaterial, biologische Stoffe für die medizinische Forschung sowie Biokraftstoffe auf Holzbasis. UPM errichtet eine neue Bioraffinerie in Leuna, Sachsen-Anhalt: ein bedeutender Beitrag zu den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Finnland und Deutschland. 

Regionale Kooperation und internationale Vernetzung

Im Gespräch mit Bürgermeister Kimmo Jarva und dem Stadtrat zeigte sich, dass die Lösung für die demografische Entwicklung in ländlichen Regionen in regionalen und internationalen Kooperationen liegt. So seien laut dem Vorsitzenden der Stadtverwaltung Joonas Grönlund Studierende wichtig für die Entwicklung der Stadt, gerade wenn sie nach ihrem Studium in der Stadt zu halten. Die Schifffahrt in der Region soll ausgebaut werden und der Saimaa-Kanal auch für touristische Zwecke stärker genutzt werden. Deutsches Know-how beim Schiffsbau biete hierbei gute bilaterale Kooperationsmöglichkeiten.

Einen bedeutenden Beitrag zur grenzüberschreitenden Kooperation an der EU-Außengrenze leistet der Regionalverband Südkarelien. In der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) leitet Herr Johannes Moisio die Arbeitsgruppe für die Außengrenzen und lebt angesichts verschiedenster gemeinsamer Projekte zwischen Südost-Finnland und dem Oblast Leningrad sowie der Stadt Sankt-Petersburg den Geist der Zusammenarbeit. „Trotz der Herausforderungen der Corona-Pandemie sind die Region Südkarelien und die Stadt Lappeenranta Vorzeigebeispiele für erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit; ob es sich nun um neue Infrastruktur oder um nachbarschaftliche Jugendprojekte handelt“, rundet Botschafter Arz von Straussenburg den Besuch ab.


Die Delegationen mit Vertretern der Stadt Lappeenranta
Die Delegationen mit Vertretern der Stadt Lappeenranta© Deutsche Botschaft Helsinki

Bild: Die Delegationen mit Vertretern der Stadt Lappeenranta

(Copyright: Deutsche Botschaft Helsinki)

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