Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Neuer nationaler Aktionsplan zur Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit beschlossen

Demonstration gegen Gewalt an Frauen

Lila Luftballons mit dem aufgedruckten Symbol für weiblich schweben am 14.02.2014 über den Köpfen von Demonstrationsteilnehmern in München (Oberbayern). Die Demonstration richtete sich gegen Gewalt an Frauen und warb für mehr Gerechtigkeit im Umgang mit Frauen. Foto: Rene Ruprecht/dpa ++, © dpa

05.03.2021 - Artikel

Neuer nationaler Aktionsplan zur Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit beschlossen

Deutschland setzt sich für die Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ des Sicherheitsrats der UN (Resolution 1325) ein, in Krisengebieten, in multilateralen Organisationen und auf regionaler Ebene. Die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ hat zum Ziel, friedliche und stabile Gesellschaften zu schaffen, indem die Menschenrechte von Frauen und Geschlechtergerechtigkeit gefördert werden.

Die Teilhabe von Frauen an Krisenprävention und Friedensprozessen sowie der Schutz vor sexueller Gewalt in Konfliktregionen soll in Zukunft weiter gestärkt werden.

Der neue nationale Aktionsplan zur Umsetzung der Agenda ist am 24.2.2021 von der deutschen Bundesregierung beschlossen worden.

Beteiligung von Frauen steigert Chancen auf nachhaltigen Frieden

Frauen sind auch heute noch viel zu selten Teil formeller Friedensverhandlungen: Nur ca. 13 Prozent der Verhandlungsführenden in Friedensprozessen waren weiblich, in der Zeit zwischen 1992 und 2019.

Studien belegen hingegen, dass eine Beteiligung von Frauen die Chancen auf einen nachhaltigen Frieden steigert und zu Abkommen führt, die mehr Regelungen enthalten, von denen Frauen und Männer gleichermaßen profitieren.

Die im Jahr 2000 verabschiedete Resolution 1325 der Vereinten Nationen stärkt die Rolle von Frauen in Frieden- und Sicherheitsprozessen.

Teilhabe und Berücksichtigung in Konfliktprävention, Friedensprozessen und Konfliktnachsorge wurde in der Resolution 1325 als Recht von Frauen verstanden. Die völkerrechtliche Ächtung konfliktbezogener sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt wurde bestätigt.

Die vier Säulen der Agenda sind:

1. Teilhabe
2. Prävention
3. Schutz
4. Soforthilfe und Wiederaufbau.

Aktionsplan zur Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit


nach oben