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Deutscher Vorsitz von HELCOM

Auftaktveranstaltung HELCOM

Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze (Mitte), HELCOM-Vorsitzende Dr. Lilian Busse (rechts) und die finnische Botschafterin in Deutschland, Anne Sipiläinen (links), bei der Auftaktveranstaltung zur Übernahme des Vorsitzes der Helsinki Kommission durch Deutschland., © BMU/Toni Kretschmer

14.07.2020 - Artikel

Am 1. Juli 2020 hat Deutschland für zwei Jahre den Vorsitz der Helsinki Kommission zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee (HELCOM) von Finnland übernommen. Überversorgung mit Nährstoffen, Munitionsaltlasten, Meeresmüll, Unterwasserlärm und Klimawandel sind diejenigen Belastungen für die marinen Ökosysteme der Ostsee, die Deutschland in der Vorsitzzeit vertieft bearbeiten möchte. Ein weiteres Ziel ist es, den Schutz von marinen Arten und Lebensräumen zu verbessern und dafür das Netzwerk mariner Schutzgebiete und sein effektives Management fortzuentwickeln. Der wirtschaftliche Aufbau nach der Corona-Krise soll genutzt werden, Fortschritte für den Meeresschutz und bei Klimafragen zu erzielen. Unter finnischem Vorsitz vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2020 hat HELCOM eine wissenschaftsbasierte Überprüfung der Umsetzung und Wirksamkeit des geltenden Ostseeaktionsplans aus dem Jahr 2007 und die Ableitung erforderlicher Maßnahmen auf den Weg gebracht und damit die entscheidende Grundlage für seine Fortschreibung gelegt. Unter dem deutschen Vorsitz gilt es nun, diese Ergebnisse in einem ambitionierten aktualisierten Ostseeaktionsplan für die kommende Dekade festzuschreiben, damit die HELCOM-Umweltminister im Herbst 2021 einen in die Zukunft gerichteten Fahrplan für die HELCOM-Arbeit beschließen können. 

Deutschland übernimmt – unter der Leitung des BMU – den Vorsitz als Team. Neue HELCOM-Vorsitzende ist Dr. Lilian Busse, Leiterin des Fachbereichs „Gesundheitlicher Umweltschutz, Schutz der Ökosysteme“ im Umweltbundesamt. Stellvertretende Vorsitzende sind Dr. Johannes Oelerich, Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft, Meeres- und Küstenschutz im Umweltministerium Schleswig-Holstein (1.7.2020 bis 30.6.2021) und Dr. Andreas Röpke, Referatsleiter für Gewässer- und Meeresschutz im Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern (1.7.2021 bis 30.6.2022).

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